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Dialog zwischen den Kulturen pflegen ist wichtig

Veröffentlicht in Landespolitik


Prof. Heil (Mitte links) im Kreise seiner BesucherInnen

SPD-Landtagsabgeordnete bei der Hochschule für Jüdische Studien

1979 wurde sie gegründet, nun erweitert und umgebaut, die Hochschule für Jüdische Studien in der Heidelberger Altstadt. Interessierte können alles über das Judentum lernen, die „HfJS“ ist gut ausgestattet: Acht Professoren für sieben Lehrstühle, die Bibliothek sucht ihres gleichen.
Prof. Dr. Johannes Heil, der Leiter der Hochschule, freute sich über den Besuch von vier Landtagsabgeordneten der SPD: Rosa Grünstein, Helen Heberer, Rita Haller-Haid und Martin Rivoir, begleitet vom Parlamentarischen Berater Helmut Seidel. Dr. Anke Schuster, die Landtagskandidatin der SPD Heidelberg, war natürlich mit von der Partie.

„Wir sind das am breitesten aufgestellte Institut für Jüdische Studien fast Weltweit – sieht man mal von Israel und den USA ab“, begrüßte Prof. Heil seine Gäste.

Beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher von der wirklich umfangreichen Bibliothek, die ihnen präsentiert wurde. Beim anschließenden Gespräch gab Prof. Heil mit einigen Zahlen einen Überblick über das Institutsleben: 150 Studierende sind derzeit eingeschrieben, davon sind nur ein Drittel jüdischen Glaubens. Dazu kommt noch mal die gleiche Anzahl Studierender aus anderen Studiengängen an der Universität Heidelberg, die Kurse und Seminare an der „HfJS“ besuchen. Diese Zahlen zu steigern bezeichnete der Institutsleiter als eine der vordringlichsten Aufgaben der nächsten Zeit. Ein Manko seiner Hochschule sei, dass weder Promotion noch Habilitation momentan möglich seien. Das Land Baden-Württemberg könne das ändern, durch entsprechende Prüfungsordnungen und die Änderung von Verwaltungsvorschriften, gab er seinen Gästen mit auf den Rückweg nach Stuttgart. Helen Heberer sagte, an der Landtags-SPD solle dies nicht scheitern.

„Wir sind in Baden-Württemberg gut aufgehoben“, betonte Prof. Heil und wies auf den Landesanteil von 17,5 Prozent an den Kosten des Instituts hin. Steuerte Baden-Württemberg nicht diesen relativ großzügigen Anteil bei, wären die übrigen Bundesländer kaum bereit gewesen, zusammen weitere 52,5 Prozent zu übernehmen, betonte er. Im Gespräch kamen auch die Erfahrungen mit der Umstellung auf Bachelor und Master zur Sprache. Die Einschätzung von Dr. Anke Schuster, dass eine Aufhebung der strikten Deckelung des Bachelor-/Masterstudiums auf 10 Semester geboten sei, um mehr Flexibilität zu ermöglichen, wurde von Prof. Heil geteilt.

Das Foto zeigt: v.l. Dr. Anke Schuster, MdL Martin Rivoir, Prof. Johannes Heil, MdL Helen Heberer, Berater Helmut Seidel sowie die MdL Rita Haller Haid und Rosa Grünstein (Foto+Text: Jürgen Huntscha)

 
 

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