Lothar Binding Mittwoch, 2. April 2008, um 20.00 Uhr
in der Stadtbücherei (Hilde-Domin-Saal), Heidelberg
Die Erbschaftsteuerreform hat viele Gewinner. Künftig sollen deutlich weniger Erben und Beschenkte Steuern zahlen – die jedoch erheblich mehr als heute. Kinder und Ehepartner dürfen mehr als bisher steuerfrei erben - Neffen, Nichten und Familienfremde zahlen mehr.
Die SPD Bundestagsfraktion gab auch Entwarnung für Immobilienbesitzer: Es ist sichergestellt, dass in Familien auch künftig Werte, wie das eigene Haus, steuerfrei an die nächste Generation weitergegeben werden können. "Oma ihr klein Häuschen bleibt von der Steuer freigestellt".Als besonderen Erfolg werten wir in den Verhandlungen den Umgang mit Betriebserben. Die Koalition einigte sich auf eine mehrstufige Verschonungsregel. In zehn Jahresschritten werden insgesamt 85 Prozent des Betriebsvermögens steuerfrei gestellt. Dafür gibt es zwei Bedingungen: Die Lohnsumme darf 70 Prozent ihrer Höhe vor der Betriebsübergabe nicht unterschreiten. Zweitens muss das Betriebsvermögen 15 Jahre lang erhalten bleiben. Damit sollen der Erhalt der Arbeitsplätze sichergestellt und eine Verlagerung von privatem Vermögen in das steuerbegünstigte Betriebseigentum unattraktiver werden. Die Steuerschuld soll dann jährlich um ein Zehntel gestundet werden. Wird der Betrieb verkauft, muss aber die restliche Steuerschuld beglichen werden. Auf die übrigen 15 Prozent des Betriebsvermögens werden Steuern fällig. Für Kleinbetriebe soll es eine Freigrenze geben. Wir erwarten eine spannende Diskussion und laden Sie herzlich ein.
Programm
20.00 Uhr Begrüßung und Eröffnung Lothar Binding, MdB
20.15 Uhr Die Erbschaftsteuerreform
Nicolette Kressl, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen
20.45 Uhr Podium
* Lothar Binding, MdB
* Nicolette Kressl, MdB
* Nils Schmid, MdL, Finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion BW
anschließend Diskussion
21.45 Uhr Schlusswort Nils Schmid, MdL
22.00 Uhr Ende der Veranstaltung