Irmtraud Spinnler spricht bei der lebhaften Demonstration Die Stadtwerke hatten angekündigt, das Hallenbad im Hasenleiser am Wochenende schließen zu wollen. Das dadurch frei werdende Personal könne im Hallenbad „Darmstädter Hof Zentrum“ eingesetzt werden, um dort am Wochenende zu öffnen. Gegen diese Pläne regt sich einiger Widerstand im Heidelberger Süden.
„Es ist von der Innenstadt her genauso weit in den Hasenleiser wie umgekehrt“, lautet der Standpunkt der SPD-Gemeinderatsfraktion zur geplanten Wochenend-Schließung des Hallenbads im Hasenleiser. Stadträtin Irmtraud Spinnler bekam dafür bei Demonstration vor dem Bad viel Beifall. Der Heidelberger Süden brauche dieses Bewegungsangebot, war die Botschaft, die Jürgen Huntscha als Mitglied des SPD-Kreisverbands und häufiger Nutzer mitbrachte.
Ramona Ambs, eine der Initiatorinnen der Demonstration, wies darauf hin, dass viele Familien das Bad am Wochenende nutzten. „Wie kann die Stadt eine ‚Familienoffensive‘ propagieren und zulassen, dass die Stadtwerke sich eine solch Familien unfreundliche Maßnahme ausdenken?“ Es dürfe auch nicht ein Bad gegen ein anderes ausgespielt werden, sagte sie.
Die über 70 Anwesenden, darunter viele Kinder jeden Alters, machten eine Menge Lärm für den Erhalt der Wochenend-Öffnung und hatten originelle Transparente gestaltet. Man könne ja nicht auf der einen Seite fordern, Kinder und Jugendliche sollen sich mehr bewegen und ihnen auf der anderen Seite die Möglichkeit dazu nehmen.
Karl Emer, Alt-Stadtrat, überbrachte die Nachricht, dass die SPD Rohrbach bei ihrer Klausur gerade beschlossen hatte, diese Forderung zu unterstützen. Michael Rochlitz, SPD-Stadtrat und Bernd Knauber als Vorsitzender des „Vereins Quartier am Turm“ sprachen sich ebenfalls für den Erhalt, sogar die Erweiterung der Öffnungszeiten des Hasenleiser-Bades aus. So könnten auch die Besucherzahlen gesteigert werden, die Argumentation der Stadtwerke könne falsifiziert werden.
Die Entscheidung fällt Ende Februar, die Stadtwerke und ihr oberster Dienstherr OB Würzner sollten dabei berücksichtigen, wie notwendig dieses Freizeitangebot im Heidelberger Süden ist. „OB Würzner darf sich nicht hinter den Stadtwerken verstecken“, betonte Irmtraud Spinnler.