„Es ist überraschend, dass generation.HD schon so kurz nach der Wahl seine Eigenständigkeit ohne Not aufgibt und zum Minipartner der GRÜNEN wird.“, so Anke Schuster, Fraktionsvorsitzende der SPD im Heidelberger Gemeinderat, „dieser Schritt macht generation.HD nun nachträglich zum eigentlichen Verlierer.“
In der letzten Woche hatten sich alle Fraktionen getroffen, um einvernehmlich zu klären, wie die kleinen Gruppierungen angemessen in den Ausschüssen vertreten sein können. Gerade SPD und CDU waren bereit, Sitze in den Ausschüssen zur Verfügung zu stellen, um so auch den kleinen Gruppierungen Stimmrecht in den Ausschüssen zu gewährleisten.
„Mit unserer demokratischen Grundüberzeugung und im Hinblick auf einen fairen Umgang war dies, wie schon in der Vergangenheit, eine Selbstverständlichkeit für uns“, so Schuster. Auch generation.HD hätte so Sitze in den von ihnen gewünschten Ausschüssen erhalten. „Dass generation.HD nun dennoch mit den Grünen eine ungleiche Ehe eingeht, ist unverständlich. Denn gerade generation.HD hat doch in den letzten Jahren gezeigt, wie man als Ungebundener dennoch einflussreich Politik machen kann, ohne sich an eine größere Fraktion zu ketten. Somit kann es bei dieser Entscheidung nur um Pöstchen gehen, die man sich sichern will. Konkret um Aufsichtsratsposten in den städtischen Gesellschaften, die weder den Grünen noch generation.HD aufgrund ihrer jeweiligen Wahlergebnisse zustehen würden,“ so Schuster weiter, „das ist also die Politik der andern Art von generation.HD: Tausche Eigenständigkeit und Freiheit gegen Aufsichtsratsposten.“