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SPD geht mit Dr. Joachim Gerner in die Bürgermeisterwahl

Veröffentlicht in Kommunalpolitik


Dr. Joachim Gerner bei seiner Rede im Gesellschaftshaus

Mit einem eindeutigen Votum schickt der SPD-Kreisverband seinen Bürgermeister Dr. Joachim Gerner in die Abstimmung im Gemeinderat über seine zweite Amtszeit. Am Montagabend versammelten sich die Mitglieder der Heidelberger Sozialdemokraten im Pfaffengrunder Gesellschaftshaus, um ihren Personalvorschlag für das Amt des Bürgermeisters für Familie, Soziales und Kultur der Stadt Heidelberg vorzunehmen. Dr. Joachim Gerner wurde von den Genossen bei nur einer Gegenstimme und sechs Enthaltungen mit einer Mehrheit von über 90 % gewählt. Die offizielle Wahl findet am 25. Oktober im Gemeinderat statt. „Aus diesem Ergebnis schöpfe ich Kraft und ich freue mich, dass meine Partei so geschlossen hinter mir steht“, konstatierte der Amtsinhaber nach der Wahl stolz. In seiner Rede resümierte Gerner das Geleistete, wie die großflächigen Schulsanierungen, den Ausbau der Tagespflege und den hervorragenden Zustand der Kindesbetreuung, um im Anschluss die Eckpunkte seiner künftigen Arbeit darzustellen. So erklärte der Bürgermeister, dass die soziale Teilhabe aller an kulturellen und sozialen Veranstaltungen der Eckpfeiler seiner kommenden Periode sein wird.

Als Gastrednerin war Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer zu der Versammlung gekommen.

Sie lobte ihren ehemaligen Kollegen Dr. Gerner für seine getane Arbeit und dankte für die freundliche Aufnahme, als sie 2008 als Bürgermeisterkollegin in der Nachbarstadt Mannheim ihr Amt antrat. Die heutige Landesministerin äußerte sie sich ausführlich zu der geleisteten Arbeit der grün-roten Landesregierung im Bildungsbereich. So verwies sie auf die Abschaffung der Grundschulempfehlung und v.a. die Einführung der Gemeinschaftsschule. „Das ist ein richtiges Erfolgsprojekt“, zeigte sich Warminski-Leitheußer stolz. Den 42 Starterschulen werden im nächsten Schuljahr weit über 100 weitere Schulen folgen, die durch das breitere Bildungsangebot den individuellen Bedürfnissen der Schüler besser Rechnung tragen könnten. Ganz nebenbei könnten mit dieser Schulform Schulstandort gehalten werden, die sonst ggf. keine Zukunft hätten, so die Kultusministerin. Sie betonte aber auch die Förderung des Landes an der vorschulischen Sprachförderung, der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule, sowie bei der Schulsozialarbeit. Als nächste große Aufgabe stehe das Thema „Inklusion“ auf der Agenda, so die Ministerin.

Natürlich ging sie auch auf die Sparvorgaben ein, die im Wesentlichen aus der im Grundgesetz beschlossenen Schuldenbremse resultieren. Und bei dem großen Anteil, den ihr Ministerium am Landeshaushalt habe, müsse auch sie Einsparungen planen, „auch wenn es einer sozialdemokratischen Kultusministerin sehr schwer fällt.“ Sie wolle die rückläufigen Schülerzahlen nutzen, um hier Einsparungen vorzunehmen, ohne an der Unterrichtsversorgung zu sparen.

Zudem wählten die Genossen ihre Delegation für den Listenparteitag zur Bundestagswahl, der März des nächsten Jahres in Heilbronn stattfinden wird. Diese führen der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding und der Kreisvorsitzende Moritz Gentsch an.

 

Hier die Stimmergebnisse im Einzelnen:

Platz 1: Lothar Binding (58 Stimmen)

Platz 2: Moritz Gentsch (42 Stimmen)

Platz 3: Maren Diebel-Ebers und Pat Klinis (beide 37 Stimmen)

Platz 5: Isabella Klaiber-El Asmar (35 Stimmen)

Platz 6: Reiner Nimis (34 Stimmen)

Platz 7: Norbert Theobald (33 Stimmen)

Platz 8: Eva Blomberg (28 Stimmen)

Platz 9: Carolin Lanzke (19 Stimmen)

 

Als Ersatzdelegierte wurden gewählt: Sebastian Klassen, Mathias Michalski, Dr. Eberhard

Schick,  Tobias Sicks und Wilfried Schollenberger.

Text: Tobias Sicks/ Alexander Lucas
Fotos: Alexander Lucas/ Norbert Theobald

 

 

 
 

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